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Geschichte

Im Jahre 1839 wurde in Radebeul eine Station an der ersten deutschen Fernbahnstrecke Dresden-Leipzig errichtet. 1883/84 kam der Startpunkt für die neue Schmalspurbahnstrecke nach Radeburg hinzu.

Ab 1900 entstand mit dem historischen Güterboden ein Warenumschlagplatz. Güter unterschiedlichster Art wurden zwischen den Güterwagen der Schmalspurbahn nach Radeburg, der „großen“ Eisenbahn nach Dresden, Leipzig und Berlin sowie den Radebeuler Fabriken und Transportgeschäften umgeladen. Der historische Güterboden an der Ladestraße wurde mehrmals bis auf seine heutige Gesamtlänge von fast 100 Metern erweitert. Ein schmalspuriges Ladegleis führte in den Güterboden hinein, um Waren im Trockenen zu verladen. 

Zu Beginn der 1990er Jahre verlor der Bahnhof Radebeul-Ost seine Bedeutung im Güterverkehr. Der Güterboden stand nach einer kurzen gewerblichen Nutzung leer und verfiel zusehends. Von 2004 bis 2006 erfolgte schließlich eine umfassende Sanierung. Das Kulturdenkmal wurde damit vor dem Zerfall gerettet. Die Stadt Radebeul verlieh dem Sanierungsprojekt 2006 den „Radebeuler Bauherrenpreis“.

Im Jahr 2014 starteten die Bauarbeiten für einen Tagungsneubau direkt neben dem historischen Güterboden. Beide Gebäude wurden verbunden und die Außenanlagen neu gestaltet. Ende 2015 erfolgte die feierliche Eröffnung als TSW – Tagungszentrum der Sächsischen Wirtschaft.